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Die Kontakthypothese

Was der Chef und die Führungskräfte nicht alles gemacht haben. Teambuilding, Gruppentreffen, Ausflüge, Survival- und Outdoortrainings oder z.B. Teammotivationskurse. Vielleicht sollte sich aber jeder mal mit der s.g. Kontakthypothese auseinandersetzen. Es wird von jedermann angenommen, dass Menschen, die zusammenarbeiten sollen, am besten irgendetwas gemeinschaftlich machen oder erleben müssen und schon steigt der Teamspirit. Ein großer Irrglaube. Angenommen ein Gruppenkontakt erlaubt einen Einstellungswandel, dann lassen sich im Grundsatz sowohl positive als auch negative Einstellungen generalisieren. Das bedeutet, dass durch Kontakt auch die Situation verschlechtert werden könnte, wenn die kooperative Begegnung fehlschlägt. Dieses ist nun leider oft der Fall. Mal überlegt, welche Rolle Menschen in Ihrem Unternehmen haben … glauben Sie, dass diese Rollen nun draußen im Regen bei einem Seminar im Wald einfach abgelegt werden können?

Wohl eher nicht. Im Gegenteil, wie cool finden Sie wohl Ihren Kollegen, der Heuschnupfen von den Gräsern im Wald bekommt oder wie doof ist eigentlich die Kollegin, dass Sie gerade beim Teambuilding die tollen Sprüche der männlichen Kollegen nicht witzig findet. Leute zusammenzuwerfen und Ihnen einfach eine Aufgabe zu geben, ist viel zu kurz gedacht. Die Kontakthypothese besagt aber, dass es unter Umständen teamförderlich ist, wenn Mitglieder/Mitarbeiter/Kollegen der verschiedenen Gruppen Kooperation zulassen und bereit sind, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Wichtig ist dabei, dass jeder aus der Gruppe eine eigene Leistung zur Zielerreichung geben muss oder zumindest sollte. Aber hiermit nicht genug. Führungskräfte sei angeraten sich zunächst sehr ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen, bevor die Mannschaft zu irgendeinem Workshop geht. Einfach mal googeln.

Gruppendenken/

Groupthink

Gruppendenken ist ein Prozess, bei dem eine Gruppe im Kontakt mit anderen schlechtere oder realitätsfernere Entscheidungen als möglich trifft. Das entsteht, da jede der beteiligten Personen ihre eigene Meinung an die erwartete Gruppenmeinung anpasst. Daraus entstehen oft Situationen, bei denen die Gruppe Entscheidungen zustimmt, die jedes einzelne Gruppenmitglied unter anderen Umständen ablehnen würde. Die meisten von uns orientieren sich an den Ideen und Wertvorstellungen der Familie, der Kultur, des Freundeskreises, des Vereins oder der Firma. Gleichzeitig sind wir an der Bildung dieses Gruppendenkens beteiligt. Kritisches, hinterfragendes Denken findet nicht mehr oder weniger statt, denn er oder sie möchte ja nicht negativ auffallen und auch zur Gruppe gehören. Ferner, was andere als richtig oder falsch erachten, kann „ich“ als Einzelperson ja nicht revidieren. Das s.g. Asch Conformity Experiment zeigt auf sehr lustige Art und Weise, was beim Gruppendenken alles passieren kann.

text: lukas bruns
grafik: désirée keller